Okt 08

Kinderbetreuung sichern, Bestattungsformen erweitern

Der Gemeindevorstand musste angesichts der großen Nachfrage nach Betreuungsplätzen in den sauren Apfel beißen und die Aufnahme von Kindern unter 3 Jahren ab 2017 beschränken. Für die Gemeindevertretung heißt es nun, Lösungen für den unberücksichtigten Nachwuchs zu finden und die notwendigen Mittel in den Haushalt für das kommende Jahr aufzunehmen. Am einfachsten wäre es, wenn sich eine große Zahl von Tagesmüttern und -vätern finden ließe, die die Betreuung gerade der Kleinsten übernehmen würden. Ein weiterer Weg, um die Nachfrage deutlich zu verringern, wäre die spürbare Anhebung der Gebühren für die betreuungsintensiven 1- und 2-Jährigen. In den Nachbargemeinden Gelnhausen und Freigericht liegen die Sätze bereits deutlich höher als bei uns. Schließlich könnte die Gemeinde auch die Kapazitäten weiter ausbauen, was jedoch angesichts des Mangels an Betreuungspersonal nicht nur finanziell schnell an Grenzen stößt. Die Grünen sprechen sich in dieser Frage klar für die Sicherung des bestehenden Angebots aus. Vor allem Alleinerziehende und andere Bewerber mit dringendem Betreuungsbedarf müssen bei der Platzvergabe vorrangig berücksichtigt werden. Die Betreuung darf dann gerade für Geringverdiener nicht an zu hohen Kosten scheitern. Die Ausweisung weiterer Baugebiete lehnen wir ab. Sie würde den Betreuungsengpass nur verschärfen.OLYMPUS DIGITAL CAMERA
Anbau Großenhausen zur U3-Betreuung

Außerdem hat das Thema Baumgräber die Gemüter in den Linsengerichter Ortsteilen erhitzt. Die CDU sieht den Respekt vor dem letzten Willen der Verstorbenen verletzt, wenn nicht alle Ortsteile alle Bestattungsformen anbieten. Das war sicher ein wenig zugespitzt, denn entsprechende Klagen der Interessenten sind der stets zuverlässigen Jenny Dirlam bislang nicht zu Ohren gekommen. Die Grünen sind sehr offen für diese Bestattungsform und würden einer Ausweitung dieses Angebots gerne zustimmen. Es hängt aber am vorhandenen Platz, der nach Auskunft der Verwaltung derzeit nicht überall für diese Bestattungsform ausreicht. Daher werden wir einer Angebotserweiterung über den vorhandenen Standort Altenhasslau hinaus zunächst nur in Lützelhausen und Waldrode zustimmen.

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